ScanAkte — Handbuch
Digitale Schadensakte für denkmalgerechte Schadenskartierung · SkyGeoScan · Stand August 2026 · App-Version v59
1. Anmelden & Projekt wählen
Die ScanAkte läuft im Browser unter scanakte.skygeoscan.de und als installierte App auf dem Handy (Abschnitt 8). Angemeldet wird mit E-Mail und Passwort; beim ersten Login wird die Zwei-Faktor-Anmeldung eingerichtet (QR-Code mit einer Authenticator-App scannen, danach bei jedem Login den 6-stelligen Code eingeben). Noch kein Konto? Über „Zugang anfragen" registrieren — die Freischaltung erfolgt persönlich.
Nach dem Login kommt immer zuerst die Projektwahl — so landet nichts versehentlich im falschen Projekt. Das zuletzt genutzte Projekt steht oben und ist markiert. Das Projekt lässt sich jederzeit über den Knopf in der Kopfzeile wechseln.
Die Hauptbereiche (unten als Tab-Leiste, am Schreibtisch als Menü links): Erfassen · Schäden · Plan · Ausgabe · Freigabe.
2. Das Nummernschema — bitte zuerst lesen
Jedes Bauteil bekommt eine sprechende Nummer aus Kürzel, Gebinde-/Laufnummer und Seiten-Strich. Ein Beispiel, vollständig gelesen:
| Nummer | Bedeutung |
|---|---|
| Sp-04' | Sparren · Gebinde 4 · ' = Südseite (der Strich unterscheidet die beiden Sparren eines Gebindes; ohne Strich = Nordseite) |
| Db-01 | Deckenbalken · Nr. 1 |
| LH-Sp-01 | Zone LH (z. B. Langhaus) vorangestellt — bei großen Objekten mit mehreren Bereichen |
Die Zählrichtung (wo Gebinde 1 beginnt) ist eine Projektregel und wird einmal je Projekt festgelegt — sie steht auf der öffentlichen Bauteil-Seite jedes QR-Schilds, damit Externe die Nummern nachvollziehen können.
Die Einträge selbst nummerieren sich automatisch nach Typ:
| Nummer | Typ |
|---|---|
| S-001 | Schaden (mit Schadensgrad, Maßnahme, Priorität) |
| B-001 | Befund (neutrale Feststellung, Denkmalpflege) |
| H-001 | Hinweis (z. B. „Zugang nur über Steg") |
3. Erfassen im Feld
Die Erfassen-Maske ist für die Leiter gebaut: große Felder, wenige Pflichtangaben, ein Daumen reicht. Oben wird zwischen Holzbau und Fassade umgeschaltet — jede Objektart hat ihre eigenen Kataloge (Befunde, Schadensarten, Orte, Material statt Holzart).
Ablauf je Eintrag
- Bauteil wählen oder anlegen: Tippen filtert wie in Excel (
sp4findet Sp-04); „Katalog durchblättern" zeigt alle Bauteile nach Gruppen. Neue Bauteile bekommen Querschnitt und Holzart/Material als Stammdaten. - Befund / Schadensart / Grad aus den aufklappbaren Listen (Mehrfachwahl möglich, Suche eingebaut).
- Fotos aufnehmen — die Kamera-App liefert je Öffnung ein Bild, mehrere Aufnahmen sammeln sich.
- Speichern — die Maske springt automatisch zum nächsten Gebinde weiter (aus Sp-04' wird Sp-05'), die Zone bleibt stehen.
Unter der Maske steht „Zuletzt erfasst" mit Sync-Status je Eintrag (Haken = auf dem Server, Sanduhr = wartet). Ohne Netz läuft alles weiter — siehe Offline.
4. Schäden & Akte
Die Liste zeigt alle Einträge des Projekts mit Kategorie-Farbe, Status-Badge und Volltextsuche (Nummer, Bauteil, Holzart, Schadensart, Text). Der Reiter Legende erklärt das Farbsystem.
Ein Klick öffnet die Akte: alle Felder, Fotos, QR-Code zur Online-Akte, Knöpfe „Im Plan zeigen" (springt in den Editor und zoomt an die Markierung), „Bauteil-Seite" (öffentliche Seite des Schild-QR) und — falls hinterlegt — der Nira-Link zur Punktwolke. Bausteine speichern wiederkehrende Formulierungen und fügen sie per Klick ein.
5. Plan-Editor: Kalibrieren, Zeichnen, Beschriften
Die Werkzeuge liegen seit v59 als gruppierte Leiste über der Zeichnung (Navigieren · Zeichnen · Bauteile · Flächen · Erfassen · Beschriften · Modi; die Gruppe „Flächen" kam mit v68 dazu und fasst Raumstempel, Abzugsfläche, Dachfläche, Material und Bauphase zusammen — „Material" und „Bauphase" waren vorher nur noch per Taste erreichbar) — Punktfang (Q) und Ortho (O) sind rechts in der Gruppe „Modi" als sichtbare Schalter, aktiv = farbig hinterlegt.
CAD-Grundriss importieren (DXF)
Über „+ Plan (PDF/DXF)" lässt sich auch ein ASCII-DXF aus BricsCAD hochladen. Der Import rendert die Zeichnung serverseitig als maßhaltiges PDF und legt den Plan fertig kalibriert an — Einheit (mm/cm/m) und Maßstab werden automatisch erkannt, das Kalibrieren entfällt komplett. Der Import-Dialog zeigt alle Layer mit geschlossenen Flächen: angehakte Layer werden als Raumstempel übernommen (je geschlossene Polylinie ≥ 1 m² ein Raum) — danach nur noch Raumname, Geschoss und WoFlV-Anrechnung im Editor vergeben. Unterstützt: Linien, Polylinien (inkl. Bögen), Kreise, Ellipsen, Splines (genähert), Texte und Blöcke — seit 04.09.2026 zusätzlich Wand-Schraffuren (grau gefüllt) und Kettenmaße (dünner gezeichnet als die Bauteile), mehrzeilige Texte mit Umlauten sowie gedrehte Fenster-/Türmaße. Der Blattrahmen aus dem Papierbereich (Schriftfeld, Viewports) bleibt bewusst draußen — importiert wird der Modellbereich. Gezeichnet wird monochrom wie im SkyGeoScan-Plotstil: Linien und Texte schwarz, Wandschraffuren hellgrau, Vollflächen (z. B. Treppenläufe) mittelgrau — die Layerfarben aus dem CAD wandern nicht mit in die Unterlage. DWG vorher in BricsCAD über „Speichern unter" als DXF ablegen — Binär-DXF wird abgelehnt, ASCII wählen.
…_layout.dxf) enthalten keine Linien, sondern nur Bild-Kacheln als Verweise —
die Bilddatei steckt nicht in der DXF. Der Import erkennt das und fragt die Bilddatei mit ab: einfach die
…_overview.png aus demselben PointCab-Ordner dazu wählen, sie wird passgenau und
metertreu über die Gesamtfläche gelegt. Ohne Bild geht es hier nicht: Ein reines
Bild-DXF enthält keine Linien — der Plan bliebe leer. Der Import lehnt das seit v75 mit einer Meldung ab,
statt still einen leeren Plan anzulegen. Der Plan ist damit fertig kalibriert — Räume dann per
Raumstempel (X) abklicken. Nur PNG/JPG; TIFF vorher umwandeln.⧉ Schnitt-Kombi: Höhenlinien übereinanderlegen und selbst nachzeichnen
Der empfohlene Weg für die Wohnflächenberechnung unter Dachschrägen: die PointCab-Schnitte (Boden ~0,3 m, 1 m, 2 m — gleicher Ausschnitt!) als Bild-DXF importieren, dann in der Planliste auf „⧉ Schnitt-Kombi". Es entsteht EIN fertig kalibrierter Plan mit allen Schnitten farbcodiert übereinander: Basis grau, 1-m-Kante blau, 2-m-Kante rot (Reihenfolge der Häkchen = Farben). Darauf die Räume selbst per Raumstempel (X) nachzeichnen — die 100-%-Fläche bis zur roten Linie, die 50-%-Zone zwischen Blau und Rot. Punktfang (Q) und Ortho-Modus (O) helfen beim sauberen Klicken.
Passung: Seit v76 merkt sich jeder DXF-Import seine CAD-Koordinaten — zwei Exporte desselben Gebäudes liegen dann von allein metergenau übereinander. Ältere Pläne und PDF-Uploads kennen ihren Nullpunkt nicht; sie sind mit ~ gekennzeichnet und nur maßstäblich eingepasst. Dann einmal auf das Verschieben-Symbol tippen und die Ebene mit der Maus an ihren Platz ziehen (Pfeiltasten für das letzte Stück, Shift = 10 px, Enter beendet) — die Lage wird am Plan gemerkt. Wer die Pläne ohnehin neu importieren kann, spart sich das.
✨ KI zeichnet die Räume (aus den Höhen-Schnitten)
Für die Wohnflächenberechnung unter Dachschrägen: in PointCab drei Schnitte im selben
Ausschnitt exportieren (Boden ~0,2–0,3 m, 1 m und 2 m — die 1-m-/2-m-Kanten sind genau die
WoFlV-Höhenlinien) und alle als Bild-DXF importieren. Danach in der Planliste am Basis-Plan auf
„✨ KI-Räume": Claude Vision vergleicht die Schnitte und legt je Raum fertige
Raumstempel mit Zonen an — 100 % innerhalb der 2-m-Kante, 50 % zwischen 1-m- und
2-m-Kante, 0 % darunter. Die Schnitthöhe je Plan wird aus dem Namen vorgeschlagen („Grundriss 2m" → 2)
und ist im Dialog änderbar. Immer kontrollieren: Die Stempel sind normale, editierbare
Objekte — Ecken nachziehen, Raumnamen und Geschoss vergeben, dann erst den Bericht ziehen. Die KI
liefert den Entwurf, nicht das Gutachten. Kosten: wenige Cent je Durchlauf
(braucht den ANTHROPIC_API_KEY auf dem Server).
Zeichnen (Markierungen = Schadensakten)
Punkt, Linie, Rechteck, Polygon, Freihand oder Text auf den Plan setzen — jede Markierung öffnet den Feldkatalog und wird eine nummerierte Akte. Kategorie und Schraffur bestimmen die Darstellung, die Plan-Legende entsteht automatisch aus den verwendeten Kategorien. Nordpfeil setzen lohnt sich: er wandert mit auf jedes gedruckte Blatt.
Beschriftungs-Werkzeuge
| Werkzeug | Wofür |
|---|---|
| Etikett | Bauteilname + Querschnitt entlang des Bauteils gedreht („Zerrbalken 24/22"); übernimmt Daten aus der Erfassung |
| Kurztext | Textfahne mit Pfeil auf die Stelle, rot (Schaden) oder schwarz; auf Wunsch gleich mit Schadensakte |
| Warnkasten | mehrzeiliger roter Kasten, Pfeile auf mehrere Stellen („keine Zugverbindung!") |
| Raum | Bereichsname im schwarzen Kasten („Langhaus", „2.DG") |
| Symbol | Riss-Welle (nachfahren), Belastungspfeil, Verformungslinie, Durchhang, Klaffung (KL), verdreht — jedes verwendete Symbol landet automatisch in der Legende |
| Achse | Achsraster mit hochzählender Beschriftung (1→2, A→B, W2→W3); „Wiederholen" setzt die nächste Achse im gleichen Abstand |
| Detail / Schnitt / Maß | Detail-Callout (gestrichelter Kreis), Schnittführung A–A mit Blickrichtung, permanentes Maß aus der Kalibrierung |
| Tür / Fenster | Grundriss-Öffnungen: beide Laibungskanten klicken (Tür: 1. Klick = Anschlagseite, dann die Aufschlagseite) — Tür mit Türblatt + Aufschlag-Bogen (im ✎-Dialog wechselbar), Fenster wie in der Bauzeichnung mit Blendrahmen, Falz und Doppel-Verglasung; Breite automatisch aus der Kalibrierung, DXF-Layer TUEREN/FENSTER |
| Mauer / Linienzug | Freie Grundriss-Zeichnung (wird KEIN Schaden): Mauer = Wandverlauf klicken, Enter, Wandstärke in cm → Doppellinie mit sauberen Ecken (DXF-Layer MAUERN, mit Breite); Linienzug = freie Zeichenlinie (Layer ZEICHNUNG). Beides druckt maßhaltig mit |
| Material | Fläche mit Material-Schraffur nach fhs-Legende: Bruchstein-, Ziegel-, Sandstein-, Misch-Mauerwerk, Fachwerk, Stahl, neuzeitlich — Eckpunkte klicken, Enter schließt; Legende automatisch |
| Bauphase | Bereichsumriss mit Jahrestext („Erweiterung 1521"); jede Bauphase bekommt ihre eigene Ebene und lässt sich einzeln ein-/ausblenden |
| Detail-Bild | anderen (kalibrierten) Plan oder ein Foto als Einschub-Kasten aufs Blatt |
| Hilfslinie | reine Konstruktionslinie — wird nie gedruckt, wird keine Akte |
| Raumstempel | Raum per Polylinie abklicken → m² automatisch aus der Kalibrierung; Dialog fragt den Raum aus der Liste (seit v69 in Gruppen: Wohnen — mit Wohn-/Schlafzimmer und Wohnküche —, Außenbereich, Zubehör und Gewerbe mit Verkaufsraum, Büro, Lager, Werkstatt, Personal- und Sozialraum — oder „Sonstiges" mit freiem Namen), optional einen Zusatz („1", „Süd", „Zone 1–2 m"), Wohnung/Einheit (bei mehreren Wohnungen im Haus), Geschoss und die WoFlV-Anrechnung (100 % · 50 % Höhenzone 1–2 m · 25 % Balkon/Terrasse · 0 % Zubehör) — die Anrechnung wird je Raumtyp vorbelegt und bleibt änderbar. Unter dem Auswahlfeld steht seit v64, warum dieser Satz gilt, samt Fundstelle („Räume und Raumteile mit einer lichten Höhe ab 2,00 m — § 4 Nr. 1 WoFlV“) — die Verordnung muss beim Zeichnen nicht mehr nebenher aufgeschlagen werden. Der Stempel zeigt Name, Fläche und Anrechnung mitten im Raum — Datenquelle der Wohnflächenberechnung. Führt der Plan mehrere Wohnungen, steht die Einheit seit v67 als eigene Zeile über dem Raumnamen — beim Einfamilienhaus bleibt der Stempel schlank wie bisher |
| Einheiten | Knopf in der Optionen-Zeile des Raumstempels: welche Wohnung oder Einheit nach welchem Verfahren rechnet. Wohnfläche (WoFlV) gilt für Wohnungen — Geschäftsräume gehören nach § 2 Abs. 3 Nr. 3 ausdrücklich nicht zur Wohnfläche. Für Gewerbe stehen Nutzfläche (DIN 277) und Mietfläche (MF-G) bereit; beide Normen sind urheberrechtlich geschützt, im Bericht stehen deshalb nur Bezeichnung und Kategorie, kein Normtext. Zusätzlich lässt sich je Einheit eigengenutzt / vermietet hinterlegen — der Bericht weist das dann getrennt aus. Bei gemischten Objekten zeigt der Bericht ein Ergebnis je Verfahren statt einer gemeinsamen Summe: Wohn- und Nutzflächen zu addieren ergäbe eine Zahl, die es fachlich nicht gibt. Ohne Eintrag rechnet alles wie bisher nach WoFlV. Erreichbar auch direkt aus dem Raumstempel-Dialog — unter dem Feld „Wohnung / Einheit“ steht, nach welchem Verfahren diese Einheit rechnet, mit Link zur Verwaltung. Die Anrechnung richtet sich nach dem Verfahren: bei WoFlV die Prozentsätze, bei DIN 277 die Kategorien NUF (Nutzungsfläche), VF (Verkehrsfläche) und TF (Technikfläche). Der Raumtyp belegt sie passend vor — ein Verkaufsraum zählt nach WoFlV gar nicht (Geschäftsraum, § 2 Abs. 3 Nr. 3), nach DIN 277 als NUF; ein Flur ist dort VF, der Heizraum TF |
| Raumliste | Steht seit v67 als angedockte Spalte rechts neben dem Plan statt als Überlagerung: beim Anklicken einer Zeile springt der Plan zum Raum, die Liste bleibt offen — und die Summe läuft beim Abklicken live mit. Die Breite lässt sich am Griff ziehen und wird gemerkt; derselbe Knopf schließt sie wieder. Am Handy rutscht die Liste unter den Plan |
| Abzugsfläche | Was nach § 3 Abs. 3 WoFlV NICHT zur Grundfläche zählt: Türnische, Fenster- oder Wandnische, Schornstein, Pfeiler, Treppe über drei Steigungen. Fläche im Raum abklicken — der zugehörige Raum wird automatisch vorgeschlagen und die Fläche von seiner Grundfläche abgezogen. Bei Nische und Pfeiler fragt der Dialog genau die Merkmale ab, an denen die Verordnung den Abzug festmacht (Tiefe über 13 cm und bis zum Fußboden bzw. Höhe über 1,50 m und mehr als 0,10 m²) und sagt selbst, ob abgezogen wird. Trifft die Schwelle nicht zu, bleibt die Fläche grau als „zählt mit“ stehen — geprüft und dokumentiert, aber ohne Wirkung auf die Zahl. Alternativ ohne Zeichnen: im Raumstempel-Dialog den Betrag mit Grund eintragen. Im Bericht erscheint die Herleitung unter dem Raum, im DXF liegen die Abzüge auf dem Layer ABZUEGE |
| Dachfläche | Dachfläche auf der Draufsicht abklicken, Ansicht (A, B, C …) und Dachneigung in Grad eingeben — die echte Dachfläche wird automatisch aus der Grundriss-Projektion umgerechnet (m² ÷ cos Neigung), beide Werte bleiben gespeichert |
| Dachkante | First, Traufe, Grat, Kehle, Ortgang, Wandanschluss, Schneegitter, Dachrinne als farbige Linienzüge — die Meter laufen live mit und stehen als Label an der Linie |
| Dach-Icon | zählbare Bauteile per Ein-Klick-Marke: Kamin (K), Dachflächenfenster (DF), Dachlüfter (L), Antenne (SAT), PV — „eingeblecht" als Vorwahl setzt einen Punkt an der Marke |
| Ansicht-Marker | Raute mit Ansichts-Buchstabe auf die Draufsicht — kennzeichnet die Dachansichten wie im Vermessungsbericht |
Raumliste & Dachliste
Die Knöpfe „▤ Raumliste" und „▤ Dachliste" in der Optionen-Zeile der jeweiligen Werkzeuge summieren alles auf diesem Plan: Räume je Geschoss mit Grundfläche und anrechenbarer Wohnfläche, Dach-Bauteile je Ansicht (echte Flächen, Kanten-Meter je Typ, Icon-Stückzahlen inkl. eingeblecht). Eine Zeile anklicken springt zum Objekt im Plan. Alle Werte rechnen sich bei jedem Speichern neu — auch nach dem Verschieben von Punkten oder einer Re-Kalibrierung.
Ebenen & Koppeln
Eigene Ebenen ordnen den Plan (aktive Ebene bestimmt, wo Neues landet; Auge blendet aus). Koppeln verbindet einen Detail-Plan über 2–3 Passpunkte mit dem Masterplan — dessen Schäden erscheinen automatisch transformiert, geführt wird immer im Master.
6. Ausgabe: Bericht & maßhaltiger Plan-Druck
Schadensbericht (PDF / Word)
Deckblatt (mit Logos und allgemeinem Teil), Mängelliste (gruppiert nach Bauteil, Priorität oder Schadensart), Datenblatt je Schaden mit Fotos und QR zur Online-Akte, Maßnahmenkatalog, Fotodokumentation. Filter (z. B. „nur Grad 3+") erzeugen Teilberichte — der aktive Filter steht im Bericht.
Plan-Druck — echter Maßstab
- Format + Maßstab wählen (A4–A0 oder „Auto (1 Blatt)" in Planmaß für Plotter/Copyshop); zu große Pläne teilen sich in Blätter mit 20-mm-Klebekante und Blattspiegel.
- Layer schaltbar: Schäden, Nummern, Hinweise, Maße, Beschriftung, Achsen, Symbole, Details, Material, Bauphasen, QR am Bauteil.
- Schriftfeld & Änderungsindex: Plannummer, Bearbeiter und Kartierungsstand je Plan pflegen; Änderungen (Index a/b/c, Datum, Text, von) drucken als Tabelle über dem Schriftfeld — wie auf klassischen Werkplänen.
Wohnflächenberechnung & Vermessungsbericht DACH (im Dashboard-Projekt)
Aus den Raum- und Dach-Stempeln entstehen fertige Kundenberichte — nicht hier, sondern im Dashboard: Projekt öffnen → Karte „Berichte aus der ScanAkte". Sie zeigt live, was erfasst ist (Raumstempel → Wohnfläche nach WoFlV, Dach-Bauteile → Dachfläche gesamt) und warnt, wenn ein Plan nicht kalibriert ist.
- Wohnflächenberechnung (PDF): Räume je Geschoss mit Zwischensummen, Anrechnungs-Prozenten und Gesamt-Wohnfläche nach WoFlV — Auftraggeber und Objekt kommen automatisch aus dem Projekt. Bei mehreren Wohnungen/Einheiten (Feld am Raumstempel) zeigt die Karte je Einheit die Wohnfläche mit eigenem PDF-Knopf (Bericht nur für diese Wohnung, mit Meta-Zeile „Wohnung"); das Gesamt-PDF gliedert nach Wohnung → Geschoss und weist die Wohnfläche je Einheit und das Gesamt aus. Dazu je Plan eine Grundriss-Darstellung: die abgeklickten Räume maßstäblich als Bild, farbig nach Anrechnung (100 % blau · 50 % Schrägen-Zone cyan · 25 % Balkon sand · 0 % grau) mit Maßstabsleiste und Legende. Höhenzonen unter Dachschrägen dafür als eigene Raumstempel je Zone abklicken (z. B. „Wohnen" zu 100 % + „Wohnen Zone 1–2 m" zu 50 %). Am Ende steht seit v64 der Abschnitt „Rechtsgrundlagen“ im Wortlaut der Verordnung: was zur Wohnfläche gehört (§ 2), was mitgerechnet wird (§ 3 Abs. 2 — Einbaumöbel, Sockelleisten, fest eingebaute Öfen und Wannen) und was abgezogen wird (§ 3 Abs. 3 — Türnischen, Schornsteine und Pfeiler über 1,50 m Höhe mit mehr als 0,10 m², Treppen mit über drei Steigungen, Fenster- und Wandnischen). Damit beantwortet der Bericht die Rückfragen von Banken und Eigentümern selbst.
- Grundriss (DXF): Knopf in derselben Karte — alle Raum- und Dachflächen-Polygone des
Projekts in EINER metertreuen CAD-Datei, Layer je Geschoss (
RAEUME_EG,RAEUME_DG…; mit WohnungRAEUME_WE_1_EG), die Pläne nebeneinander mit Plannamen. Nur kalibrierte Pläne kommen mit. DWG: die Datei in BricsCAD öffnen und als DWG speichern — DXF liest jedes CAD. - Vermessungsbericht DACH (PDF): je Ansicht die Dachflächen (Neigung, Grundriss, echte Fläche), die Kanten-Meter je Bauteiltyp und die Icon-Stückzahlen inkl. „eingeblecht", dazu die Gesamtdachfläche und der Regelwerks-/Genauigkeitsabsatz.
- Berichts-Nummern (WF-JJJJ-NN / VB-JJJJ-NN) vergeben sich beim ersten Abruf automatisch und bleiben dem Projekt erhalten — erneute Abrufe zählen nicht hoch.
- Werte ändern? Immer im Plan-Editor (Stempel wählen → ✎) — der nächste PDF-Abruf hat automatisch den neuen Stand. Der Bericht liest nur, gemessen wird hier.
- Dachbericht-Assistent (empfohlener Weg fürs Dach): Knopf in derselben Dashboard-Karte.
Erfasst den Bericht Bild für Bild wie die Schadens-Erfassung — Seite 1 Hauptbild
(Draufsicht aus 3Dsurvey) + Ansichten anlegen, dann je Ansicht das Bild oben und darunter die
Abfrageliste (Meter aus 3Dsurvey ablesen, mit Tab durchtippen; Stückzahlen +
eingeblecht/Infos; Fläche, Gaube, Neigung, Bemerkung). Vorhandene ScanAkte-Stempel befüllen die Felder
vor, die abgetippten 3Dsurvey-Werte gewinnen. Speichert bei jedem Seitenwechsel; das PDF enthält
Hauptbild und Ansichts-Bilder im Layout des Referenzberichts. Bilderkennung:
„Maße aus dem Bild lesen" liest die Bemaßungen des hochgeladenen Maßbilds per KI — eindeutige
Werte füllen leere Felder, alle gelesenen Werte erscheinen als anklickbare Chips (erst Zielfeld
anklicken, dann Chip). Vorbefüllte Werte immer kurz gegen das Bild prüfen.
Ansichts-Rauten auf der Draufsicht: auf Seite 1 den Buchstaben wählen und
aufs Hauptbild klicken — die Raute sitzt im PDF an exakt derselben Stelle (Klick auf eine Raute
entfernt sie). Dach oder Fassade je Ansicht: jede Ansicht lässt sich auf „Fassade"
umschalten — dann fragt die Liste Länge, Breite, Traufhöhe und Firsthöhe ab (z. B. fürs
Gerüst-Aufmaß); eine leere Fassadenfläche rechnet sich automatisch als Länge × Traufhöhe,
die Zusammenfassung weist Dach- und Fassadenflächen getrennt aus.
Bilder je Ansicht: mit „+ Bild hinzufügen" beliebig ergänzen (bis 6);
je Bild ist das Layout wählbar — „Auf der Ansichts-Seite", „Eigene Seite (hoch)"
oder „Ganze Seite quer" (für breite CAD-/Maßbilder); jedes Bild hat seinen
eigenen „Maße lesen"-Knopf.
Plus-Rechnen: Teilmaße direkt im Feld addieren —
4,79+3,20+1,85wird beim Verlassen des Feldes zur Summe.
Der DXF-Export eines Plans nimmt Raum- und Dachflächen-Polygone samt Stempeltext auf den
Layern RAEUME und DACHFLAECHEN mit — für die Weitergabe an CAD.
7. Freigabe, QR-Codes & Datenschutz
Jede Akte und jedes Bauteil hat einen QR-Code — am Bauteil als Schild, im Bericht auf dem Datenblatt. Was Externe darüber sehen, regelt die Freigabe je Projekt:
- Intern — Akten gesperrt (Scan zeigt eine neutrale Hinweisseite)
- Per Link/QR sichtbar — wer den Link hat, sieht die Akte
- Per Link + Passwort — zusätzlich Passwortschutz
- Optional Ablaufdatum: danach sind die Akten automatisch wieder gesperrt
8. Offline arbeiten & App installieren
Installieren: Seite im Handy-Browser öffnen → Menü → „Zum Startbildschirm hinzufügen". Die ScanAkte startet dann wie eine normale App, auch im Dachstuhl ohne Netz.
Offline-Logik: Erfassungen, Fotos und Plan-Änderungen landen ohne Netz in einer Warteschlange (Statuszeile oben in der Erfassen-Maske: „Offline — n warten aufs Netz") und synchronisieren automatisch, sobald Verbindung besteht — notfalls auch bei geschlossener App. Kollidiert eine offline vergebene Bauteilnummer, rückt der Server automatisch nach und meldet es.
„Anmeldung nötig" in der Statuszeile heißt: einmal antippen, neu einloggen, der Sync läuft weiter.
9. Kurzreferenz: Tastatur (Schreibtisch)
| Zeichnen | Beschriften | Allgemein |
|---|---|---|
|
H Bewegen · V Wählen P Punkt · L Linie R Rechteck · G Polygon F Freihand · T Text |
E Etikett · K Kurztext W Warnkasten · B Raum S Symbol · A Achse D Detail · C Schnitt M Maß · U Material N Bauphase · I Detail-Bild J Hilfslinie · X Raumstempel Z Dachfläche · Y Dachkante |
Enter Entwurf fertig Esc Schritt zurück / Abbrechen Strg+Z Rückgängig Entf Auswahl löschen O Ortho (waagrecht/senkrecht) |